Eine Woche unterwegs
So, eine Woche sind wir nun unterwegs und wir haben schon so viel in einer so kurzen Zeit erlebt – das ist echt unbeschreiblich und nicht einfach zu realisieren!
Ich hätte niemals gedacht, dass man so viele tolle Orte und so viele tolle Momente in einer so kurzen Zeit sehen und erleben kann. Täglich fahren wir woanders hin, täglich schlafen wir woanders ein, täglich sehen wir neue, tolle Orte und lernen neue, lustige Menschen kennen. Ich kann echt nicht verstehen, wieso vielen Menschen unsere Reiselust und unseren Spaß an dem Ganzen nicht nachvollziehen können, wie ihnen der Luxus fehlt.
Ich meine, ist es nicht der größte Luxus, die Freiheit zu haben, überall hinfahren zu können, unter einem tollen Sternenhimmel einschlafen zu dürfen, zu einem unbeschreiblichen Sonnenaufgang aufzuwachen und täglich neue Erfahrungen sammeln zu dürfen? Brauche ich denn wirklich Luxushotels mit den größten Betten, den leckersten 5 Gänge Menüs und den gestelltesten Menschen darin? Ist das nicht alles sowieso nur Plastik, nur Schein, nur auf Äußerlichkeiten basiert? Ist das wirklich Entspannung und Urlaub, wenn man beim Essen nicht doof aussehen darf, weil man sich morgens nicht schminken wollte?
Unserem Ole ist es egal, wie wir aussehen, ob wir geschminkt sind und ob wir uns die Haare gekämmt haben. Wir haben warmes Wasser, tolle Menschen um uns herum und Spaß – das zählt.

Die Calanques von Cassis – Wandern durch eine Welt voller Naturwunder mit den schönsten Panoramen, die man jemals gesehen hat!
Parken
Nachdem ich Tripadvisor lange durchsucht habe, um vernünftige Informationen zu den Calanques zu finden und zu erfahren, wie ich sie mir ohne Boot, sondern mit dem Auto anschauen kann, stelle ich euch hier mal alle wichtigen Infos zusammen…
Generell sind es wunderschöne Buchten mit kristallklarem, blauen Wasser und tollen Felswänden, in welchen Kletterer rum klettern und wo man einfach atemberaubend tolle Fotos machen kann. Die Natur dort und drum herum ist einfach unnatürlich schön, sieht schon beinahe gephotoshopt aus und ist einfach toll.
Anfangen kann man an dem Parkplatz des Restaurants „La Presquile“ in Cassis sehr gut, wir haben uns kostenlos an die Straße „Avenue Notre Dame“ gestellt, diese ist dort direkt in der Nähe und da kann man am Rand super parken.
Port Miou (Calanque Nummer 1) 15 Min Fußweg ab Cassis
Die erste Calanque ist wirklich einfach zu erreichen, liegt direkt an dem oben beschriebenen Parkplatz und ist auch schon echt schön. Zuerst wollten wir schon fast dort bleiben, doch im Nachhinein wäre das ein großer Fehler gewesen, denn die nächsten Stopps, waren nicht viel viel viel schöner!

Port Pin (Calanque Nummer 2 – die berühmte Badebucht) 50 Min Fußweg ab Cassis
Port Pin ist erreichbar durch einen relativ einfachen Fußmarsch über steinige Wege. Der Weg dorthin ist übersichtlich gestaltet, man kann sich wirklich nicht verlaufen und wenn man festes Schuhwerk hat, sollte das gar kein Problem sein. Im Sommer soll es dort wohl wirklich voll mit Badegästen sein, doch auch heute waren dort so viele Leute, dass ich dort nicht bleiben wollte. Das Wasser und die Natur dort sind trotzdem super verlockend und wenn es nur um einen Badestopp geht und nicht um einen Abenteuer-Trip, ist das wahrscheinlich genau die richtige Anlaufstelle.

Calanque d‘ en vau (Calanque Nummer 3 – versteckt, ruhig, karibisches Feeling) 2 Stunden ab Cassis
Tripadvisor war der Meinung, man käme in 90 Minuten von Cassis an diese traumhafte Location. Gut, wenn man geübt im Wandern ist, eine gute Kondition hat und sich die Stationen auf dem Weg, welcher zur Bucht führt, nicht ansieht, mag das stimmen. Wir haben uns bei den beiden Buchten zuvor Zeit gelassen und haben auch zwischendurch mal eine kurze Atempause gemacht und haben so 2 einhalb Stunden von Cassis aus gebraucht. Der Rückweg lag dann so bei 2 Stunden. Man folgt am besten der rot-weißen Route. Markiert sind die Routen durch Striche an Felsen, das sieht ein wenig nach Indianer-Zeichnungen aus. Man sollte sich bewusst sein, dass es viel bergauf und bergab geht, dass es nicht immer schattig ist und auf jeden Fall Klettern mit dazu gehört. Da ich unten aber so einige Rentner getroffen habe und auch selbst noch lebend diesen Blog schreibe, kann ich mit Überzeugung behaupten, dass es machbar ist. Wenn man der Route folgt (ab der 2. Calanque erst einen Berg hoch, dann hinterher wieder diesen Berg hinunter), wird man mit einem atemberaubenden Panorama belohnt. Das cyanblaue Wasser sieht wie in der Karibik aus. Man kann dort wunderbar an Felsen klettern gehen (natürlich gesichert) oder einfach den Möven zuschauen und den Ausblick genießen. In unserem Fall hatten wir trotz der Tatsache, dass es erst März ist, locker 20 Grad draußen und strahlenden Sonnenschein,  wenn man das nun auf den Sommer bezieht, kann man dort mit Sicherheit auch gut schwimmen gehen.

Nicht zu vergessen! -Wichtige Tipps 🙂 
Genügend Trinkwasser ist Voraussetzung, da es auf dem Weg keinerlei Möglichkeit gibt, etwas zu kaufen oder Süßwasser zu finden. Außerdem ist Sonnenschutz auch im Winter ein absolutes Muss – wir haben uns Anfang März einen Sonnenbrand im Gesicht geholt. Unnötig dagegen wären unsere dicken Jacken gewesen, die wir mitgenommen haben, weil es draußen anfangs noch etwas frisch war. Gut hingegen waren unsere Pullover, die wir je nach Bedarf an- und ausziehen konnten. Auch ist auf festes Schuhwerk zu achten, vielleicht nicht die Turnschuhe des letzten Jahres anziehen, und auf jeden Fall eine Hose, die dreckig werden kann. Auch im Sommer erachte ich es für sinnvoll, aufgrund der Stellen, an denen man klettern muss, eine lange Hose zu tragen