Gedanken
Wir sitzen im Auto, ich schaue aus dem Fenster. Draußen verläuft die rote Farbe des Himmels über ein wunderschönes, dunkles lila in ein dunkles blau-schwarz. Die Natur kann so wunderschön sein, diese Welt ist so atemberaubend. Es tut mir immer mehr leid, wie diese Menschheit den Planeten kaputt macht, wie wir ihn vermüllen und ihm die Ressourcen klauen. Ich bin nicht stark religiös, aber ich denke, dass es einen Gott oder irgendetwas gibt, das uns geschaffen hat und ich glaube auch, dass dieser Gott nicht stolz darauf ist, was wir tun. Wenn du das hier liest, bitte ich dich von ganzem Herzen, dass du dir bitte Gedanken darüber machst, bevor du etwas in die Natur weg wirfst, Plastik am Strand liegen lässt, Alufolie nutzt oder Zigaretten auf den Boden wirfst. Auch diese ganzen Flüssigkeiten, Abwasser usw., die ins Meer geleitet werden und den Tieren schaden… denkt alle bitte nach, was ihr tut.

Der Tag und die schönsten Orte
Die Klippen
Heute war ein wirklich toller Tag. Mittags sind wir von der Raststätte los gekommen und nach Etretat gefahren, wo es atemberaubende Kreidefelsen gibt. Die Küste und der Kiesstrand sind wunderschön und man kann z.B. zu einer Kirche, die ganz oben auf einem Berg liegt und einen Blick über die komplette Felsküste bietet, hoch gehen. Wir hingegen sind auf den Berg gegenüber gelaufen, auf dem es auch eine Brücke gibt, welche über einen Felsspalt führt. Dort oben wirkt alles so leicht, so frei und die Natur ist noch sie selbst. Es nisten Möven, welchen es vollkommen egal ist, dass Menschen dort her laufen, das Gras wächst in die Richtung, in die es vom Wind gedrückt wird und ein starker Wind zerzaust jedermanns Haare. Ein unbeschreiblich schönes Gefühl, das blaue Wasser zu sehen, das Salz in der Luft zu schmecken und die Möven zu hören.

Der Strand
Später sind wir nochmal hinunter zum Strand gegangen, an dem sich super viele, vom Wasser geschliffene und ausgehöhlte Steine und Klippen befinden. Die Flut begann und man sah, wie das Wasser immer näher kam. Ich finde, man hat einfach die Natur und ihre Kraft gespürt. In den Löchern der Steine lebten viele Muscheln und Schnecken, die auf die wiederkehrende Flut angewiesen sind und in den Steinen konnte man zum Teil Fossilien entdecken – echt schön.

Das Café
Zum Abschluss haben wir uns in ein kleines Café am Strand gesetzt, einen Tee getrunken und einen echten, französischen Crêpe gegessen. Man wurde von innen wieder warm, denn auch, wenn das Wetter heute fast immer trocken war und sogar ab und zu die Sonne raus kam, heißt das noch lange nicht, dass es an der Küste warm ist. Vor allem der Wind ist es eigentlich weniger.
Ronja hat in dem Café übrigens festgestellt, dass man, wenn man einen normalen Kaffee bestellt, nicht in jedem Land eine große Tasse Kaffee bekommt! 😀 Durch meine Erfahrung mit italienischen Austauschschülern weiß ich bereits, dass in den meisten anderen Ländern, außer in Deutschland, ein Kaffee sehr klein ist und keine große Tasse. Also: Erst erkundigen, dann bestellen 😀 :p.